Okt 7, 2011
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Leitzinsen als Indikator für die persönliche Anlagestrategie

Die Leitzinsen werden von der Zentralbank festgelegt. Mit Hilfe der Leitzinsen wird der Kapital,- und Geldmarkt unsichtbar gesteuert. Der Leitzins ist also der Indikator für Anleger. Dabei legt der Leitzins die Höhe des Zinssatzes fest, zu dem sich die Banken bei der Notenbank oder der Zentralbank gegen die Verpfändung von Sicherheiten das Zentralbankgeld leihen können.

Die Leitzinsen geben vor, zu welchen Konditionen sich die Banken und Kreditinstitute bei der Zentralbank Geld leihen können. Somit können die Zentralbanken auf die Märkte reagieren und eine Senkung der Leitzinsen bedeutet immer auch eine Ankurbelung der Wirtschaft. Die Zinssenkung der Leitzinsen wird von den Banken an die Kunden weitergegeben. In Europa ist der so genannte Hauptrefinanzierungssatz der entscheidende Leitzins. Weiter sind der Einlagesatz und der Spitzenrefinanzierungssatz ein wichtiger Indikator. Leitzinsen sind weltweit der Schlüssel für einen positiven oder negativen Zinseffekt. Sobald die jeweiligen Leitzinsen der Notenbanken bekannt gegeben werden, reagiert der Finanzmarkt meistens sofort.

Eine Anhebung der Leitzinsen signalisiert eine eingeschränkte Geldpolitik und soll bei einem Wirtschaftswachstum die Gefahr der Inflation eindämmen. Das bedeutet, dass die Banken die gestiegenen Kosten an die Kunden weiter geben, sodass die Guthabenzinsen sich erhöhen und die Kreditzinsen ansteigen. Die Anleger erhalten im Gegenzug höhere Zinsen für die Anlagen, während die Kreditnehmer höhere Zinsen für geliehenes Geld zahlen müssen.
Die Senkung der Leitzinsen hingegen ist ein Signal für eine sich ausweitende Geldpolitik. Kredite werden günstiger und das hat zur Folge, dass die Konjunktur angekurbelt wird. Die Beobachtung der Leitzinsen ist also für private Anleger ebenso wichtig, wie für Banken und Kreditinstitute.

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